Ein Abenteuer für sich...öffentliche Verkehrsmittel in Kenia

Hallo ihr Lieben


Eines der ersten Sachen die ich und mein Freund schnell lernen mussten, ist das es Kenia keine Sicherheitsregeln gibt, wenn es um den öffentlichen Transport geht…

In Kenia, aber ich glaube auch in ganz Afrika, reisst man normalerweise mit einem Matatu oder einen Bus. Matatus sind kleine Busse für ca. 7 Personen. Aber in Wirklichkeit wird ein Matatu mindestens aufs doppelte gefüllt. Wenn du denkst, „okay, jetzt sind wir aber voll“…Falsch, es haben immer noch mehr Personen platzt.
Man muss sich darauf einstellen seinen Platz mit einer oder zwei Personen zu teilen, oder auch das sich eine Person auf dein Schoss. Es werden Fahrgäste auf den Boden sitzen und sich über andere Beine legen…solange man noch einigermassen atmen kann ist alles gut. Ja, dass klingt überspitzt, es ist aber kein Spass, es ist wirklich so.

Ein volles Matatu
 Natürlich sind die Matatus alle über ihre Jahre  hinaus…aber solange sie fahren, werden sie gefahren, egal wie viel kaputt ist. Oft muss ein Matatu auch mal erst angeschoben werden bevor man losfahren kann. Natürlich gibt es kein Gurt zur Sicherheit, man wird hin und her geruckelt und denkt lieber nicht nach was alles passieren kann. Viele Matatus spielen auch lautstark Musik, oft Hip-Hop, manchmal aber auch afrikanische Musik. Ich versuch dann immer meine Ohren irgendwie zu zuhalten und trotzdem nicht zu fest hin- und hergerissen zu werden, bei den meist ziemlich kaputten oder auch gar nicht vorhandenen Strassen….
Das gute ist, man gewöhnt sich daran..und es ist ein Erlebnis;)

Eine andere Möglichkeit in Kenia zu reisen ist einen Bus zu nehmen. Oft muss man sich da aber einen Platz reservieren und die Busse fahren nicht so viele Strecken wie ein Matatu. Vertraut bitte nicht den Internetseiten der „Bus Companies“. Die Bilder sind nie die echten! Die Busse sind ebenfalls sehr alt und nicht selten die Busse die bei uns in Europa abgeschoben wurden, da sie Schrott sind. Traurige Wahrheit! Die Busse haben nur im seltensten Fall einen Gurt, häufig lassen sich Fenster nicht öffnen oder schliessen, Sitze nicht bewegen..aber es gibt einen grossen Vorteil. In der Regel werden die Busse nicht so vollgestopft wie die Matatus. Man hat seinen Sitz alleine, nur der Gang wird gefüllt… 

Natürlich wird ein Matatu und ein Bus nicht nur mit Menschen gestopft…Du hast 10 Hühner? Kein Problem, steck sie zwischen die Füsse der Leute. Eine Ziege? Kein Problem, stelle sie einfach in den Gang. Säcke mit staubiger Kohle? Kein Problem, dann können sich da noch Leute drauf setzen. Gas und Benzin abgefüllt in Flaschen? Klar, stell sie einfach irgendwo hin..wird schon nichts passieren…
Das gute an den öffentlichen Transportmittel ist einfach das sie extrem billig sind. Besonders die Matatuts decken ein riessen Transportnetz in den einzelnen Ländern ab und fahren in die entlegensten Gegenden.

Busbahnhof
Es gibt übrigens keine Bus- oder Matatustationen, ausser End- und Startort. Man stellt sich einfach an die Strasse und wenn ein Matatu oder Bus kommt winkt man. Wenn noch platz ist, halten sie an und nehmen dich mit. Das gleiche, wenn man aussteigen möchte..man sagt es einfach und sie halten.

Nach all dem was ich bisher erlebt habe, bin ich leider nicht mehr überrascht warum die meisten Menschen in Kenia auf der Strasse bei einem Unfall sterben. Um ehrlich zu sein habe ich nie mehr Unfälle in so kurzer Zeit gesehen in der ich hier bin. Oft habe ich ein ungutes Gefühl, wenn ich längere Strecken fahren muss…aber ein anderes Verkehrsmittel wie ein Taxi ist einfach für mich unbezahlbar.

Nun habt aber keine Angst. Wenn ihr einen kurzen Urlaub in Kenia macht und Geld gespart hat, muss man nicht zwingend in ein Matatu oder Bus steigen…Wobei die Busse sicherer sind. In jeder Stadt gibt es genügend Taxis die einen überall hin fahren. Aber der Preis ist überrissen und Weisse die sich mit den Preisen vor Ort nicht auskennen zahlen meist das Dreifache! Häufig sind ja aber auch die Reisen auch schon im Voraus vom dem jeweiligen Reiseanbieter geplant und das sind in der Regel gute Standardbusse, da nicht die öffentlichen verwendet werden….

Wer aber schlussendlich mal ein richtiges Afrika-Feeling möchte, sollte so eine Fahrt mal erlebt haben. Und wenn ihr einen gesamten Matatu eine Freude machen wollt, empfehle ich es noch mehr. Kenianer freuen sich riessig wenn eine weisse Person mitfährt, das ist etwas Besonderes;)

Habt ihr auch schon Fahrten mit solchen „Matatus“ gemacht? In Indien soll es ja ähnlich sein…!?

Liebe Grüsse,
Krisi

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